Die Hussitenkriege

Die Lehren des Reformator Johannes (Jan) Huß gewannen in Prag um die Jahrhundertwende von 1400 immer mehr an Bedeutung. Er wurde nach Konstanz vor das Konzil zitiert, fand sich aber zu einem Widerruf seiner Lehren nicht bereit. Trotz Geleitbrief des Kaisers wurde er als Ketzer hingerichtet. Sein Tod löste in Böhmen große Empörung aus. Die Wut der Hussiten richtete sich gegen die Deutschen im Lande, viele Städte wurden zerstört, die Einwohner grausam ermordet. Der Anführer des hussitischen Heeres Jan Ziszka sprach beim Sturm auf Komotau in Nordböhmen am 16.3.1421 die bedeutsamen Worte: „Überall Menschen, in Komotau nur Deutsche.“ Erst mit der Niederlage des hussitischen Heeres bei Lipan kam es zu einem Ende der Hussitenkriege.

In der Zeit von 1471 bis 1526 regierten die Jagellonen über Böhmen und Mähren. Wladislaw II. (1471- 1526) ist zu erwähnen. Auf ihn gehen hervorragende Bauwerke in Prag zurück, der nach im benannte Saal auf dem Hradschin, ein Audienzzimmer, der Ludwigstrakt und das Oratorium im Veitsdom.


Quellen:

1. Mürling, Helmut: „Die Geschichte der Sudetendeutschen“: URL: http://www.sudeten-bayreuth.de/Oberfranken/geschichte_des_sudetenlandes.htm [Stand: 08.07.2012]

2. Hemmerle, Rudolf: „Sudetenland. Wegweiser durch ein unvergessenes Land“: Augsbgurg: Bechtermünz Verlag 1999: S.